Flora und Fauna

Ein dummes Schaf, das mit dem Wolf spazieren geht.kassisches Sprichwort

Tier- und Pflanzenwelt

Auf Caeruin hat sich ein äußerst vielfältiges Tier- und Pflanzenreich entwickelt. Heute ist davon jedoch kaum etwas geblieben. Die schwarze Asche aus den riesigen Fabrikschloten der Zwerge ist zum festen Bestandteil der Wolken und des herniedergehenden Regens geworden. Dichte, üppige Dschungel bestehen nur noch aus absterbendem, morschem Geäst, die Artenvielfalt ging auf einige wenige robuste Pflanzen- und Tierarten zurück. Die schwarze Rußschicht bedeckt die ehemals grünen Auen und Ebenen, wo man nur hinschaut. Weidende Nutztierherden sind rar geworden. Die wenigen Tiere, die noch ergiebig Milch und Fleisch produzieren, bedürfen aufwändiger Pflege in Form der Vorbehandlung des Weidelandes, welches den Einsatz maschineller Technik erfordert (die wiederum zu horrenden Preisen von den Zwergen feilgeboten wird).

Zu den Pflanzen, die heute noch gedeihen können, zählen verschiedene Baumarten, deren Blätter über regeneratives Zellwerk verfügen und die der Ascheschicht damit trotzen können. Daneben gibt es zahlreiche Schlingpflanzen, die ihren Schutz im Schatten der Bäume finden. Blumen, wie sie früher in allen Farben existierten und überall prächtig gediehen, sieht man heute keine mehr auf Caeruin. Selbst im Waldlandreich von Llargomor ist die Vegetation zurückgegangen und die einstmals märchenhaften Wälder strahlen heute nur noch Verderben und Elend aus.

Als die Fabriken in Betrieb genommen wurden, der Himmel sich langsam verfinsterte und schwarzer Regen die Erde besudelte, starben die Pflanzen nach und nach ab. Darauf folgten die Tiere, denen ihre Hauptnahrungsquelle entzogen wurde. Und jene, die nicht verhungerten oder verdursteten, erkrankten an den Giftstoffen, die in der Asche enthalten waren. Ein Massensterben setzte ein und die Tierbestände gingen überall zurück. Wenn eine Tierart überleben konnte, so nur, weil sie sich dem neuen Lebensumstand entsprechend anpassen konnte, ihren Lebensraum auf Höhlen ausdehnte oder neue Nahrungsquellen suchte und fand. Bären, Wölfe und Panther zählen zu den Tieren, die ihre Nahrungsgewohnheiten auf aufrechtgehende, zweibeinige Wesen umstellten, und das mit einigem Erfolg. Ihre Instinkte scheinen durch die verdorbene Asche sogar noch geschärft worden zu sein.