KartenwerkChronik

Der erste Entwurf2000

Mit einem Ringbuchblock und einem Bleistift fing in der Schule alles an. Das Gekritzel ringsum stellt meine bescheidenen Versuche dar, eine eigene Runenschrift zu kreieren. Ein Vorhaben, dass ich wenige Stunden später wieder aufgegeben habe. Die damalige Landform hat sich bis heute kaum verändert. Die Namen wurden dagegen fast durchgehend ersetzt. Bis auf Morkedluin befindet sich heute kein Name mehr an der Stelle, an der er einmal war. In gewissem Maße ist Morkedluin auch sowas wie das älteste Land Caeruins. Eine der ersten Regionen, die ich mit Hintergrundgeschichten füllte. Mork bedeutet Riese und Luin Land - Riesenland. Welche Ironie, dass heute die Zwerge dieses Land bevölkern.

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In Farbe und bunt2004

2003 habe ich mir einen Laptop gegönnt. Ich verbrachte meine Freizeit vornehmlich mit Onlinespielen (RtCW und Diablo 2 standen bei mir ganz hoch im Kurs). Ein halbes Jahr später entdeckte ich dann ein vorinstalliertes Programm namens Photoshop Elements auf der Platte. Nach einem zögerlichen Doppelklick auf das fremdartige Desktopsymbol, dass mir vorher nicht aufgefallen war, öffnete sich plötzlich die Arbeitsfläche von Photoshop und erstrahlte in all seiner grau-schwarzen Pracht vor mir - eine Liebe begann, die bis heute anhält.

Die erste digitale Umsetzung meiner Karte fiel, wie man sehen kann, recht pixelig aus. Ich war froh, überhaupt eine annehmbare Linie zu Bildschirm zu bringen. Die Flächen dann noch mit Farbe zu füllen war ein vollbrachtes Glanzstück, auf dass ich damals erst recht stolz war. Ich merkte, ich war hungrig. Hungrig nach einer größeren und schöneren Karte. Also begann ich, mit Photoshop zu experimentieren. Was tat dieser Regler, wozu führte dieser Filter, welche Auswirkung hatte dieser Ebenenmodus ... ich glaube, ich habe wirklich an allem rumgeschraubt, was Elements nur hergab. Im Vergleich zum großen Bruder war das nicht viel - meine Textebenen liessen sich nicht gruppieren (was bei zich Städten und Dörfern schonmal in einiger Scrollarbeit ausarten konnte), Ebenenstile liessen sich nur einzeln auf eine Ebene anwenden und kaum modifizieren (entweder Schlagschatten ODER Kontur - beides war nicht drin oder konnte nur durch Zusammenfügen und Übereinanderlegen verschiedener Ebenen erzeugt werden) und viele Funktionen waren nur beschränkt nutzbar (allen voran solche, die der Bequemlichkeit dienten - wie das Bestätigen eines Filters per Eingabetaste oder das Heranzoomen, wenn man im Filter-Vorschau-Modus war). Aber Lehrjahre sind nun mal keine Herrenjahre.

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Nur mit Filter2005

Hätte mir jemand gesagt, man könne es mit dem Einsatz von Filtern auch übertreiben, ich hätte es geglaubt. Glücklicherweise gab es niemanden, der mich von meinen Experimenten abhielt, und so spielte ich völlig unbefangen mit den verschiedensten Filtern herum und verwurschtelte die abstraktesten Gebilde zu irgendwelchen Strukturen, die schlussendlich entweder einem Wald, einem Gebirge oder wenigstens einer fleckigen Ebene mit irgendwas Krautähnlichem darauf ähnelten. Etwas Farbe drüber, und der Coup war perfekt.

Zu dieser Zeit nahm Caeruin auch seine heutige Form an. Einige Seen fehlten noch und ein paar Schönheitsmakel galt es auch noch zu beseitigen. Der Kontinent war in zwei Hälften gespalten, Harador wurde zu einer großen Wüste, im Süden entstand das Waldlandreich von Llargomor und in Morkedluin musste man sich fortan warm anziehen. Obwohl sich das Weiss in der Karte ganz gut machte, stellte ich mir doch irgendwann die Frage, wie es neben einer Wüste und einem tropischen Wald eine arktische Tundra geben konnte. Aber das war mir zu dem Zeitpunkt nicht wichtig. Wie gesagt, Schönheitsmakel ...

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Noch mehr Filter2006

Nein, ich konnte es nicht lassen. Nachdem ich meine Karte erneut ungezählte Male mit den verschiedensten Filtern malträtierte, kam dank des Filters Stilisieren -> Konturwerte finden irgendwann ein höchst brauchbares Ergebniss zustande, wie ich damals und auch heute noch fand und finde. Meine Detaillversessenheit fand einen frühen Höhepunkt, der lange Zeit nicht übertroffen werden sollte. Ich zeichnete Strassen und Eisenbahnstrecken ein und erzeugte durch die harten Konturen und die verspielte Schriftart Bud Hand so etwas wie einen Comiclook.

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Filter ade2008

Ich hatte Photoshop Elements bis an seine Grenzen ausgereizt und kannte sämtliche Funktionen schon beim Vornamen. Jetzt war die Zeit gekommen, etwas neues auszuprobieren. Photoshop CS musste her! Ich hatte schon vorher einige Male in die Trialversion hineingeschnuppert und war überwältigt von dem Komfort und den vielen neuen Reglern und Knöpfchen, die mit der Vollversion verbunden waren. Ich ging sogar so weit, meine Festplatte mehrmals wieder herstellen zu lassen, um die Trial erneut und erneut installieren zu können und nicht mehr gezwungen zu sein, mit Elements weitermachen zu müssen. Aber ein Kumpel schaffte Abhilfe. Er hatte während eines Praktikums in einer Werbeagentur eine Lizenz ergattert und mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Dafür gebührt ihm auch heute noch ein riesengroßes Dankeschön!

Eine Zeit beispielloser Euphorie begann. Ich erstellte ein neues, viel größeres Dokument, zeichnete den Küstenverlauf komplett neu und nahm nichts aus meinen vorherigen Karten mit. Meine Filterwut hielt sich allmählich in Grenzen. Ich erstellte Brushes für meine Berge und Bäume und stempelte fleissig drauf los. Der ganze Entstehungsprozess zog sich über zwei Jahre hin und fand auf zwei Rechnern gleichzeitig statt. Mein Laptop machte langsam schlapp und ich war immer öfter gezwungen, auf meinen alten Rechner auszuweichen. Während der Laptop noch geladen hatte (und das tat er oft und lange), arbeitete ich auf dem Rechner schon an neuen Brushvorlagen oder dekorativen Elementen. Mittlerweile hatte die digitale Kartografie das Weltenbasteln als Hobby fast verdrängt. Zumindest, was das Beschreiben anging. In meinem Kopf entwickelte sich meine Welt natürlich munter weiter.

GedichtDen Rand der Karte ziert ein Gedicht, dass ich noch zu Schulzeiten geschrieben habe und später um zusätzliche Strophen ergänzt habe. Es erzählt vom Anfang der Zeit, den unsterblichen Nara, dem Niedergang des Einen und der Finsterwerdung von Maurarchor. TextboxDie Textfenster erzählen die Geschichte Caeruins, beginnend mit der Finsterwerdung im Jahr 0. Allerdings hat die Geschichte, wie sie dort zu lesen ist, nicht mehr viel mit der Geschichte gemein, wie ich sie heute erzählen würde.

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Der Sepiawahn schlägt um sich2008

Wenn eine Karte, an der ich gut und gerne ein Jahr gearbeitet habe, fertig ist, erfasst mich immer eine gewisse Leere. Was liegt da näher, als sich schwungvoll ins nächste Projekt zu stürzen? Manchmal gelange ich dann aber an einen Punkt, an dem ich mir sage, "nee, das ist es irgendwie nicht", oder ich verliere vollends die Motivation, wenn ich bereits hunderte von Namen auf die Karte geklatscht habe und die restlichen 99% der Karte auch noch benannt werden wollen. So einen Punkt habe ich mit dieser Karte erreicht. Doch ein Gutes hatte es: in einem Jahr werde ich zurückkommen und die Photoshop-Datei erneut öffnen. Flüsse und Berge werde ich ersetzen und mit der Namensgebung werde ich auch fortfahren. Etwas Großes hat mit dieser Karte seinen Anfang genommen.Aber das wusste ich zu dem Zeitpunkt natürlich noch nicht.

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Dunkel und schmutzig2008

Als ich beherzt eine Auswahl um einen Bereich in meiner letzten Karte zog und gleichzeitig die Strg- und C-Taste gefolgt von der V-Taste betätigte, erwachte diese kleine Karte zum Leben. Haufenweise Strukturierungsfilter und eine Tonwertkorrektur später erstrahlte sie dann in leuchtend dunklen Farben vor mir und schien geradewegs der rumdurchtränkten Schublade eines Piratenkapitäns zu entstammen. Ich mag diese Karte. Sie bedurfte keines großen Aufwands, die Landschaft war schon da, das Labeling ging schnell vonstatten und das Resultat, hervorgerufen nur durch ein paar Filter, ließ sich wahrlich sehen.

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Ein neuer Stil2009

Diese Karte findet nur der Vollständigkeit halber Erwähnung. Sie war im Grunde nur ein Test für einen neuen Stil. Leider ging dieser total in die Hose. Egal, weitermachen.

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Karte von Maurarchor2009

In meinen Texten findet Maurarchor desöfteren Erwähnung, in meinen Karten blieb dieser Kontinent bisher jedoch fast unerwähnt. Das musste sich schleunigst ändern! Und das tat es dann auch. Die Karte ist in ihrer Schlichtheit kaum zu übertreffen. Lediglich ein leichter Strukturierungsfilter fand hier Verwendung. Was will man mehr?

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... auch in Farbe2010

Die Einstellungsebene Schwellenwert in Verbindung mit einem aus horizontalen Linien bestehenden Muster bei geringer Deckkraft erzeugte ein grobes Abbild der Karte in Schwarzweiß. Dort, wo der Hintergrund stärker zur Geltung kam, traten die Linien deutlicher hervor, ansonsten blieben sie schmal, fast unsichtbar. Ein bisschen Struktur rein, Farbe drüber, fertig.

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Mir fällt keine Überschrift ein2010

hier wird noch geschrieben ...

Fast wie von Hand gemacht2010

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Wird diese Karte jemals fertig?2010

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